Paketvermittelnde Netze

Ein Kollege, der an meinem Blog vorbei gekommen ist, fragte mich: „Günter, Deine Argumentation zu dem root-Konto kann ich ja nachvollziehen, aber was stört Dich an paketvermittelnden Netzen?“.

Diese Frage kann ich nur mit einer Analogie beantworten.

Für das Gehirn besteht der Unterschied zwischen den Eindrücken „grün“ und „salzig“ einzig in Ort und Zeit der Herkunft des Signals, da alle Sinneszellen eine Reizung in die gleiche Signalsprache übersetzen. Eine starke Reizung wird mit hochfrequenten Pulsen, eine schwache Reizung mit niederfrequenten Pulsen an das Gehirn gemeldet. Ort, Zeitpunkt und Pulsfrequens sind also die einzigen Qualitäten für den Aufbau einer Interpretation der Daten durch das Gehirn.

Paketvermittelnde Netze nutzen nicht den physischen Ort und Zeitpunkt sondern Metadaten, die in der Nachricht enthalten sind, für den Aufbau einer Interpretation. Dies schafft neue Freiheiten, die sowohl positiv als auch negativ genutzt werden können.

Geht es einem um die Verteidigung von Freiheit und die Kontrolle von Machtstrukturen, dann darf man sich keine naive Haltung zu den Möglichkeiten der Manipulation der oben genannten Metadaten erlauben.